2. Anleitung für eine Armstulpe im Oslostich

  • Zwei schlauchartige Textilstücke in Spiralen,
  • eingearbeitetem Schlitz für den Daumenansatz,
  • Formgebung durch Zu- bzw. Abnahmen.

1. Von der Schlingenkette zur Spirale

Armstulpen können vom Fingeransatz in Richtung Arm garbeitet werden.
Die Länge der ersten Schlingenkette richtet sich nach dem Umfang der Stelle,
wo beim Ringfinger der Ring sitzt. Dadurch werden beim fertigen Stück die Gelenke am Fingeransatz noch geschützt, die Finger bleiben frei.
Die Länge der Schlingenkette richtet sich nach dem Umfang der Stelle, wo die Armstulpe anfangen soll. Mache sie 5 bis  10 % länger, weil sie  je nach Arbeitsdichte und Garnstärke  in der Länge schrumpft, wenn die nächste Reihe mit Verbindungstichen aufgenäht wird.

Zunächst wird die Oberkante der Schlingenkette ausfindig gemacht.
Hierzu drehe die Hand so um, dass Du  auf die Schlingenkette hinter dem Daumen schauen kannst. Die rechte Kante der Schlingenkette ist die Oberkante, die linke ist die Unterkante.
Erfasse die Unterkannte am Anfang der Schlingenkette mit der rechten Hand und biege die Kette so zu einer Spirale, dass Du auf den Anfang der Schlingenkette anfangen kannst, den Grundstich mit einem Verbindungsstich auf die Oberkannte aufzunähen.
Das bedeutet, Du beginnst ein flächiges Textil herzustellen in Form einer offenen Röhre.
Bei dem  ersten Verbindungsstich in die Oberkannte einer neue Reihe oder Runde erfasse von vorne  zwei Schlingenbögen. Würdest Du nur einen Schlingenbogen erfassen, so zieht dieser die daneben liegende fester zu und wird selber dadurch größer. Es entsteht ein leicht verzerrtes Stichbild im Gefüge der Schlingen. Das wird aber verhindert, wenn Du grundsätzlich beim ersten Verbindungsstich in eine neue Reihe oder Runde zwei Schlingenbögen erfasst, daddurch entsteht etwas mehr Dichte und Stabilität im Gefüge.
Steche von vorne mit der Nadel in die Schlingenbögen ein und nimm sie auf die Nadel. Dann mache wie in der Schlingenkette den Grundstich und vollende ihn wie gewohnt.
Danach kannst Du, wie im Gesamtstich vorgesehen, kontinuierlich den jeweiligen Verbindungsstich ausführen.
Unsere Armstulpe soll mit dem Verbindungsstich in 2 Schlingenbögen fortgesetzt werden. Da wir aber beim Nadelbinden immer nur eine Schlinge in die vorhandenen Schlingen nähen, nehmen wir für einen Verbindungsstich F2 einen noch nicht durchnähten Schlingenbogen und dazu den danebenliegenden zuvor durchnähten, quasi eine „neue“ und eine „alte“ Schlinge aus der Oberkante der Vorreihe.
Das F2 steht für: Frontal, die 2 für zwei Schlingen.
Nach dem Verbindungsstich mache wieder den Grundstich wie in der Schlingenkette gemacht und ab hier kontinuierlich, Verbindungsstich, Grundstich, Verbindungsstich, Grundstich, usw.
Arbeite weiter bis zum Daumenansatz. Hier soll ein Daumenschlitz entstehen.
Hierzu nimm das bislang genadelte Stück vom Daumen. Ziehe dazu die 1. Schlinge größer, klappe sie und den Arbeitsfaden hoch und lege alles flach ab.
Der stufenförmige Anfang des nadelgebundenen Stückes sollte sich jetzt sichtbar an der Oberfläche befinden. Das ist die spätere Innenfläche. Wie man diesen Stufenfürmigen Anfang entschärft oder verziert wird, erkläre ich zum Schluss bei den Nacharbeiten zur Armstulpe.
Ab hier solltest Du die Arbeit unterbrechen, und für die zweite Hand ein neues Stück beginnen und bis hierher arbeiten. Es ist sehr empfehlenswert paarige Stücke in Etappen parallel zu arbeiten.

2. Das Einarbeiten eines Schlitzes für den Daumen

Der Daumenschlitz sollte sich nicht seitlich vom Pulswärmer bzw. Handschuh befinden, sondern an der entsprechenden Seite der Handinnenfläche, in die der Daumen gelegt wird. Von der Seite der Hand bis zur Mitte der Handinnenfläche wird nun gemessen, wie lang die Schlingenkette sein muss. In unserem Fall hat die Schlingenkette 4 Stiche mehr als die zu überbrückenden Schlingenbögen der Vorreihe.
Beginne jetzt zunächst mit einem Zunahmestich. Dieser wird in eine „alte“ Schlinge, die erste neben der neuen Schlinge genäht.  Dies ist ein kleiner Kunstgriff, um beim späteren Einnähen der Runden für die Daumenansätze an dieser Innenecke keine  Löcher entstehen zu lassen.
Jetzt fertige die Schlingenkette in entsprechender Länge, indem Du einfach weitere Verbindungsstiche weglässt und und nur den Grundstich nähst.
Nähe die Schlingenkette mit einem ersten Verbindungsstich in 2 Schlingenbögen der Vorreihe in der Mitte der Handinnenfläche wieder an. Auch hier wieder als erstes ein Zunahmestich zur Vermeidung von Löchern in dieser Innenecke.
Danach nähe  auf dieser erweiterten Oberkante 2 Runden mit Normalstichen.
Ab hier sollte auch wieder das zweite Stück nachgearbeitet werden.

3. Abnahmen zum Verjüngen des Schlauches

Zum Handwurzelgelenk hin verjüngt sich die Hand wieder, dazu nähe an den beiden Seiten, je nach Form der Handfläche, Stichart und Garnstärke, für 2 bis 3 Runden an beiden Seiten  jeweils  2 Abnahmestiche bei den Verbindungsstichen. In unserem Fall sind es 2 Runden mit insgesamt 8 Abnahmen.
Ein Abnahmestich wird beim Verbindungsstich F2  in zwei „neue“ Schlingenbögen und einen „alten“ Schlingenbogen der Vorreihe genäht, darauf folgt, wie gewohnt der Grundstich.
Achte darauf, dass der Pulswärmer noch soviel Weite behält, dass er sich über die Hand streifen lässt. 
Die meisten nadelgebundenen Stücke sind in der Weite weniger elastisch als in der Länge.
Ab hier sollte auch wieder das zweite Stück nachgearbeitet werden.

Diese Armstulpe kannst Du jetzt noch etwa eine Handbreit länger arbeiten und dann die Runde an der Innenseite beenden.

4. Ende einer Nadelbindearbeit im Oslostich

Damit das Ende mit dem stufenförmigen Absatz der letzten Reihe nicht so auffällt, kannst Du noch kurz vor der Mitte der Innenfläche mit demselben Verbindungsstich 3 Einer-Grundstiche (siehe Seite 1. Anleitung für den Oslostich ) machen und die Stiche, die noch nicht durch das mehrfache durchnähen dichter geworden sind auf das gleiche Niveau zuziehen und den letzten Einerstich ganz zum Knoten zuziehen. Der Anfang zum ziehen liegt dabei  ca. 5 bis 6 Stiche rückwärts.
Das gleiche Verfahren kannst Du beim Oslostich auch am Anfang machen, indem Du den Anfangsknoten löst (oder zu Beginn der arbeit garnischt erst fest zuziehst), dann 3 bis 4 Stiche losnimmst und danach die Einerstiche und das Ende so behandelst wie gerade beschrieben.
An unserem Stück habe ich einen besonderen Abschluss gemacht, den ich zum Schluss beschreiben werde.
Ist das zweite Stück nachgearbeitet, wäre schon eine einfache, an die Hand angepasste und je eine für die Linke und eine für die Rechte Hand gearbeitete Armstulpe mit Daumenöffnung fertig.
Jetzt fehlen dazu nur noch die eingearbeiteten Daumenansätze.

Zunächst beginne mit einem neuen Faden den Aufbau des Oslostichs mit einem ersten Verbindungsstich. Lege Dir das Stück mit dem Daumenschlitz so zurecht, dass der Anfang nach oben zeigt und das Ende nach unten. Jetzt führe die Nadel durch mehrere Schlingen an die linke Ecke des Schlitzes heran, wo der erste Verbindungsstich plaziert werden soll. Jetzt ziehe den Arbeitsfaden mit der Nadel durch diese Schlingen, bis das Fadenende bedeckt ist, halte die zuletzt durchnähte Schlinge zwischen Daumen und Zeigefinger fest und lege den neuen Arbeitfaden nach links unten. Nun nähe die erste Schlinge, in die gehaltene Schlinge und vollende den Stich. Jetzt hat sich die erste Schlinge um den Daumen gelegt. mache jetzt  einen Verbindungsstich F2 und nähe einen Einerstich, wie oben beschrieben. Jetzt hast Du einen Oslostich mit Verbindungsstich aufgebaut und kannst jetzt 3 bis 4 Runden in Spiralen einen Daumenansatz nadeln. Das Besondere hierbei ist, wie die Innenecken zu überbrücken sind und wo die Abnahmestiche zu fertigen sind.

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Es sollen Armstulpen werden, gearbeitet vom Fingeransatz in Richtung Arm mit eingearbeitetem Daumen.
Die Länge der fertigen Schlingenkette richtet sich nach dem Umfang der Stelle, wo die Armstulpe anfangen soll, plus einer leichten Zunahme von ca. 10 % Eine Schlingenkette schrumpft ein wenig in der Länge, wenn die nächste Reihe mit Verbindungstichen aufgenäht wird.
Ich empfehle, die Stelle als Umfang zu nehmen, wo beim Ringfinger der Ring sitzt. Dadurch werden beim fertigen Stück die Gelenke am Fingeransatz noch geschützt, die Finger bleiben frei.

Zunächst wird die Oberkante der Schlingenkette ausfindig gemacht.
Hierzu drehe die Hand so um, dass Du  auf die Schlingenkette hinter dem Daumen schauen kannst. Die rechte Kante der Schlingenkette ist die Oberkante, die linke ist die Unterkante.
Erfasse die Unterkannte am Anfang der Schlingenkette mit der rechten Hand und biege die Kette so zu einer Spirale, dass Du auf den Anfang der Oberkante der Schlingenkette anfangen kannst, den Grundstich mit einem Verbindungsstich auf die Oberkannte aufzunähen.
Das bedeutet, Du beginnst ein flächiges Textil herzustellen in Form einer Röhre.
Bei dem  ersten Verbindungsstich in die Oberkannte einer neue Reihe oder Runde erfasse zwei Schlingenbögen. Würdest Du nur einen Schlingenbogen erfassen, so zieht dieser die daneben liegenden fester zu und wird selber dadurch größer. Es entsteht ein leicht verzerrtes Stichbild im Gefüge der Schlingen. Das wird aber verhindert, wenn Du grundsätzlich beim ersten Verbindungsstich in eine neue Reihe oder Runde zwei Schlingenbögen erfasst.
Steche von vorne mit der Nadel in die beiden Schlingenbögen an der Oberkannte ein und nimm sie auf die Nadel. Dann mache wie in der Schlingenkette den Grundstich und vollende ihn wie gewohnt.
Danach kannst Du, wie im Stich vorgesehen, kontinuierlich den jeweiligen Verbindungsstich ausführen.
Unsere Stulpen sollen mit dem Verbindungsstich top F2 in 2 Schlingenbögen fortgesetzt werden. Da wir aber beim Nadelbinden immer nur eine Schlinge in die vorhandenen Schlingen des Grundstichs nähen, nehmen wir für einen Verbindungsstich F2 einen noch nicht durchnähten Schlingenbogen und dazu den danebenliegenden zuvor durchnähten, quasi eine „neue“ und eine „alte“ Schlinge aus der Oberkante der Vorreihe auf die Nadelspitze.
Das top steht für Oberkannte der Vorreihe, Frontal für von vorne einstechen, die 2 für zwei Schlingen.
Nach dem Verbindungsstich mache wieder den Grundstich wie in der Schlingenkette gemacht und ab hier kontinuierlich, Verbindungsstich, Grundstich, Verbindungsstich, Grundstich, usw.

Arbeite weiter bis zum Daumenansatz. Hier soll ein Daumenschlitz entstehen.
Hierzu nimm das bislang genadelte Stück vom Daumen. Ziehe dazu die 1. Schlinge größer, klappe sie und den Arbeitsfaden hoch und lege alles flach ab.
Der stufenförmige Anfang des nadelgebundenen Stückes sollte sich jetzt sichtbar oben an der sichtbaren Vorderseite befinden. Das ist die spätere Innenfläche. Die Arbeit ist bis zur linken Außenkante fertig genadelt, das wird später die Armstulpe für die linke Hand.
Ab hier solltest Du die Arbeit unterbrechen, und für die zweite Hand ein neues Stück beginnen und bis hierher arbeiten. Da die Arbeit soweit gearbeitet sein wie das erste Stück und bis zur rechten Außenkante fertig genadelt sein

Empfehlung:
Paarige Stücke in Etappen parallel  arbeiten.!

Der Daumenschlitz sollte sich nicht komplett seitlich vom Pulswärmer bzw. Handschuh befinden, sondern an der entsprechenden Seite der Handinnenfläche, in die der Daumen gelegt wird. Von der Seite der Hand bis zur Mitte der Handinnenfläche wird nun gemessen, wie lang die Schlingenkette sein muss. In unserem Fall hat die Schlingenkette 4 Stiche mehr als die zu überbrückenden Schlingenbögen der Vorreihe.
Beginne jetzt zunächst mit einem Zunahmestich. Dieser wird in eine „alte“ Schlinge genäht, das ist die erste neben einer neuen Schlinge.  Dies ist ein kleiner Kunstgriff, um beim späteren Einnähen der Runden für die Daumenansätze an dieser Innenecke keine  Löcher entstehen zu lassen.
Jetzt fertige die Schlingenkette in entsprechender Länge, indem Du einfach weitere Verbindungsstiche weglässt und nur den Grundstich nähst.
Nähe die Schlingenkette mit einem ersten Verbindungsstich in 2 Schlingenbögen der Vorreihe in der Mitte der Handinnenfläche mit dem Verbindungsstich wieder an. Auch hier danach wieder als erstes einen Zunahmestich zur Vermeidung von Löchern in dieser Ecke.
Danach nähe  auf dieser erweiterten Oberkante 2 Runden mit Normalstichen weitere Runden.
Ab hier sollte auch wieder das zweite Stück nachgearbeitet werden.

Zum Handwurzelgelenk hin verjüngt sich die Hand wieder, dazu nähe an den beiden Seiten, je nach Form der Handfläche, Stichart und Garnstärke, für 2 bis 3 Runden an beiden Seiten  jeweils  2 Abnahmestiche bei den Verbindungsstichen. In unserem Fall sind es 2 Runden mit insgesamt 8 Abnahmen.
Ein Abnahmestich wird beim Verbindungsstich F2  in zwei „neue“ Schlingenbögen und einen „alten“ Schlingenbogen der Vorreihe genäht, darauf folgt, wie gewohnt der Grundstich.
Achte darauf, dass die Armstulper noch soviel Weite behält, dass sie sich über die Hand streifen lässt. 
Die meisten nadelgebundenen Stücke sind in der Weite weniger elastisch als in der Länge.
Ab hier kann auch wieder das zweite Stück nachgearbeitet werden.

Diese Armstulpe kannst Du jetzt noch etwa eine Handbreit länger arbeiten und dann die Runde an der Innenseite beenden.
Damit das Ende nicht so auffällt, kannst Du noch kurz vor der Mitte der Innenfläche mit demselben Verbindungsstich 3 Einer-Grundstiche machen und die Stiche, die noch nicht durch das mehrfache durchnähen dichter geworden sind auf das gleiche Niveau zuziehen und den letzten Einerstich ganz zum Knoten zuziehen. Der Anfang zum ziehen liegt dabei  ca. 5 bis 6 Stiche rückwärts.
Das gleiche Verfahren kannst Du beim Oslostich auch am Anfang machen, indem Du den Anfangsknoten löst (oder zu Beginn der Arbeit garnischt erst fest zuziehst), dann 3 bis 4 Stiche losnimmst und danach die Einerstiche und das Ende so behandelst wie gerade beschrieben.
An unserem Stück habe ich einen besonderen Abschluss gemacht, den ich zum Schluss beschreiben werde.
Ist das zweite Stück nachgearbeitet, wäre schon eine einfache, an die Hand angepasste und je eine für die Linke und eine für die Rechte Hand gearbeitete Armstulpe mit Daumenöffnung fertig.
Jetzt fehlen dazu nur noch die eingearbeiteten Daumenansätze.

Zunächst beginne mit einem neuen Faden den Aufbau des Oslostichs mit einem ersten Verbindungsstich. Lege Dir das Stück mit dem Daumenschlitz so zurecht, dass der Anfang nach oben zeigt und das Ende nach unten. Jetzt führe die Nadel auf der Innenseite von rechts durch mehrere Schlingen an die linke Ecke des Schlitzes heran, wo der erste Verbindungsstich plaziert werden soll. Jetzt ziehe den Arbeitsfaden mit der Nadel durch diese Schlingen, bis das Fadenende bedeckt ist, halte die zuletzt durchnähte Schlinge zwischen Daumen und Zeigefinger fest und lege den neuen Arbeitfaden nach links unten. Nun nähe die erste Schlinge, in die gehaltene Schlinge und vollende den Stich. Jetzt hat sich die erste Schlinge um den Daumen gelegt. mache jetzt  einen Verbindungsstich F2 und nähe einen Einerstich, wie oben beschrieben. Jetzt hast Du einen Oslostich mit Verbindungsstich aufgebaut und kannst jetzt 3 bis 4 Runden in Spiralen einen Daumenansatz nadeln. Das Besondere hierbei ist, wie die Innenecken zu überbrücken sind und wo die Abnahmestiche zu fertigen sind.